Freitag, 24. Juli 2009

Grüne Aussichten für die Kreuzfahrtbranche

Weiße Wolken statt dunkler Rauch – ein Ergebnis, das in der Kreuzfahrt-branche bereits in Kürze wahr werden kann. Die maritime Branche setzte bisher auf besondere Unterwasseran-striche, eine optimierte Hydrodynamik, den Einsatz von Solarzellen und ökonomische Fahrweisen durch optimierte Routenplanung. Auch bei der Energieversorgung und bei Antrieben hat es in den vergangenen 10 Jahren bereits viele Verbesserungen gegeben. Doch nun sollen Brennstoffzellen ein noch umweltfreundlicheres Zeitalter einläuten.

Ob Energieeinsparungen, Geräuschentwicklung und schadstoffarmer Betrieb – Brennstoffzellen bieten weitere Vorteile gegenüber herkömmlichen Verbrennungsmotoren: Je nach Typus setzen sie Wasserstoff chemisch in Strom und Wärme um, so dass lediglich Wasserdampf als Abfallprodukt an die Umwelt abgegeben wird. Mit 90 Prozent hat die Brennstoffzelle zudem einen deutlichen höheren Wirkungsgrad als jede andere Art der Stromerzeugung.

Auch die MEYER WERFT setzt Hoffnungen in das System der Brennstoffzelle, das mehr wie eine Batterie als ein konventioneller Motor funktioniert. Bereits 2012 soll in Papenburg das erste Kreuzfahrtschiff mit einer Brennstoffzellenanlage als Hilfsmotor für den „Stand-by-Betrieb“ in den Häfen ausgestattet werden. Die Reederei AIDA Cruises beispielsweise möchte ihre Neubauten zukünftig damit ausstatten.

Den Startschuss zur Erprobung der Leistungsfähigkeit von Brennstoffzellen gab Anfang Juli die Initiative „e4ships“ – einem Gemeinschaftsprojekt der maritimen Industrie, Brennstoffzellenherstellern und Politik. Ziel des Projekts ist es, eine emissionsfreie Energieversorgung in der Schifffahrt zu sichern.